Kaffee lässt Brüste schrumpfen

by matthias

[Original-Post vom 15-01-2009]

Sagt eine schwedische Studie. Ok, ich trinke gar keinen Kaffee. Und ich habe auch keine Brüste. Aber ist einfach eine tolle Überschrift, nicht wahr? Wobei ich auch als Mann Kaffee weiter meiden werde. Der macht nämlich komplett verrückt. Sagt eine britische Studie. Die Wahrscheinlichkeit Stimmen von imaginären Personen zu hören, ist bei Kaffeekonsumenten dreimal höher als bei der restlichen Bevölkerung. Gut, die Jungs der Durham Universität räumen ein, dass es auch noch eine andere Erklärung geben könnte. Nämlich das Menschen mit Wahnvorstellungen einfach häufiger zum Kaffee greifen. Aber das ist ja nun wirklich etwas abwegig. Man hat ja auch so toll recherchiert. Haben unsere britischen Freunde doch ganze 200 Studenten nach ihren ganz persönlichen Halluzinationen befragt. Und deren Häufigkeit dann in Relation zu dem Kaffeekonsum der Betroffenen gesetzt. Ist ja auch naheliegend. Wer hat denn bitte nicht schon nachts mit Kaffee Hag zugedröhnte Jugendliche im Park erlebt. Wahrlich kein schöner Anblick.

Viel schöner dagegen mit anzusehen, wie auf der ganzen Welt Hand in Hand den Folgen des Kaffeegenusses auf den Grund gegangen wird. Ein paar Wissenschaftler weniger wird die Suche nach einem Heilmittel für Krebs ja schon verkraften können. Wobei sich beides ja eigentlich ganz toll miteinander verbinden lässt. Schließlich senkt Kaffee das Risiko an Gebärmutterkrebs zu erkranken. Sagen die Japaner. Aber bitte nicht zu früh freuen, unterbricht der Finne. Man sollte ja nicht vergessen, dass Kaffeekonsum rheumatische Gelenkentzündungen fördert. Nun gut, kontern Schweden und Niederländer, aber dafür schützt Kaffee vor Diabetes. Noch jemand der den Ruf dieses köstlichen Getränks durch den Kakao ziehen möchte?

Ja, sagt der Ami, schließlich will er auch mitreden. Kaffee erhöht das Risiko auf Fehlgeburten. Ach, dieser verdammten Pessimist. Zeit für eine dänische réplique. Mag natürlich schon sein, sagt der deutlich lebensfreudigere Nordeuropäer, aber wenn das Kind dann doch geboren wird, dann hat der Kaffeegenuss zumindest keinen Einfluss auf das Geburtsgewicht. Der Italiener kommt ebenfalls zu Hilfe. Kaffee schützt auch vor Karies. Und vor Allergien. Jetzt ist der Ami aber in der Defensive. Zeit für den deutschen Todesstoss. Direkt aus der Uni Jena. Kaffee schützt vor Haarausfall. Das sitzt.

Unser kaffeehassender amerikanischer Freund ist nun am Boden. Und bekehrt. Jetzt sprudelt es dafür nur so aus ihm heraus. Ihr habt ja alle Recht. Kaffee stärkt ja sogar das Herz, erhöht dabei aber nicht den Blutdruck, vermindert das Risiko auf Gallensteine und schützt die Leber und bewahrt uns damit vor den Folgen exzessiven Alkoholkonsums. Das hören wir gerne. Ab sofort packen wir abends jetzt immer zwei Sixpacks ein: einmal Becks, einmal Dallmayr-Prodomo.

Ach ja, fügt unser nordamerikanischer Freund noch hinzu, und vor Parkinson schützt es ebenfalls. Und sicher noch vor viel mehr, nur das hat er gerade vergessen. Glücklicherweise springen hier aber die Brasilianer ein. Denn Kaffee steigert selbstverständlich auch die Fruchtbarkeit und das Sexualleben. Kann man da noch einen draufsetzen? Nur wenn man Kubaner ist. Das fidele Völkchen hat die Gründe für seine so langlebige Bevölkerung nämlich ebenfalls schon wissenschaftlich nachgewiesen: Zigarren, Sex und natürlich jede Menge Kaffee.